Eine Frage der Haltung

HalloweenmaskeNicht erschrecken!
Gestern war Halloween und Menschen wurden durch gruselige Masken erschreckt. Ursprünglich sollten ja mal böse Geister dadurch vertrieben werden. Die meisten Gründer bringen auch Ängste mit. Diese versuche ich hier im Blog und in meinen Beratungsgesprächen zu vertreiben.

Interessanterweise kamen in den letzten zwei Wochen gleich drei Menschen aus unterschiedlichen Ecken zu mir, um in ihrem Gründungsprozess unterstützt zu werden. In einem Gespräch kam auch die Frage: „Hattest du eigentlich Angst? Was mache ich denn, wenn es nicht klappt?“

Klar hatte ich Angst. Und klar, gab es auch bei mir Zeiten, in denen ich nicht ganz sicher war, ob das alles so in einem guten Rahmen weitergeht. Ich bin aber nie in Panik verfallen.

Gesunde Angst ist gut
Wichtig finde ich immer die eigene Einstellung, die eigene Haltung. Bei den meisten Soloselbstständigen ist es ja nicht so, dass sie viel Geld investieren und in den Sand setzen. Meist ist es Zeit und Kraft, die eingesetzt wird. Was gibt es an dieser Stelle zu verlieren? Ich finde, es gibt immer den Plan B: Wenn es nicht klappt, suche ich mir wieder einen Job.

Die Lücke im Lebenslauf
Und dann kommt die Frage: „Aber wie verkaufe ich das denn in meinem Lebenslauf? Ich bin doch gescheitert!“ Bei Menschen, die laut Vita alle zwei Monate den Job wechseln, ist das bestimmt richtig. Bei allen anderen – und um die geht es – ist es doch nicht tragisch, wenn etwas ausprobiert wird.

Ein Kollege von mir hat dreizehn Jahre in einem Unternehmen gearbeitet. Er hat sich letztes Jahr selbstständig gemacht. Was ist, wenn es nicht funktioniert? Was soll´s! Erstens müsste das in einem Lebenslauf doch gar nicht auftauchen. Heute kennt doch jeder den Begriff „Sabbatical“. Das war es halt. Nach dreizehn Jahren habe ich mir eine Auszeit gegönnt. In dem Fall kann ich nur sagen: Mut zur Lücke!

Deine Haltung zählt!
Ich erlebe immer wieder, dass sich zukünftige Gründer nach einem solchen Gespräch aufrichten. Irgendwie hängt diese Frage des Scheiterns über einem und lähmt. Mit jemandem darüber zu reden, der das schon einmal gemacht hat, erleichtert und gibt Mut. Lasst euch nicht erschrecken!

Foto: CC George Erws