Willkommen, Pia und Jan!

Gespräche mit Selbstständigen, Beobachtungen und Berichte in den Medien geben mir immer wieder sehr viele Anregungen für Artikel in diesem Blog. Da diese Geschichten und Erlebnisse teilweise sehr persönlich sind, will ich nicht die Namen der richtigen Urheber nennen. Stattdessen werde ich die Geschichten Pia und Jan in den Mund legen.

Willkommen, Pia und Jan!

Pia und JanPia und Jan sind meine Stellvertreter-Selbstständigen.

Neben Interviews mit und Berichte über reale Gründer und Unternehmer (zum Beispiel in der Rubrik “Fünf Fragen an…”) sollen anhand von Pia und Jan beispielhaft Themen aufgegriffen und beschrieben werden. Der Alltag von Selbstständigen wird verdeutlicht mit

allen Herausforderungen, Chancen, Freud und Leid.

Jan und Pia sind gute Freunde. Sie kennen sich aus Studententagen und vertrauen sich sehr. Weiterlesen

Büro, Büro

Bürosituationen
Im Rahmen eines Gründungsprozesses stellt sich jeder Gründer früh die Frage, von wo aus er arbeiten möchte. Soll ein Büro angemietet werden oder doch ein Schreibtisch zu Hause aufgestellt werden. Diese Übersicht stellt Möglichkeiten mit ihren Vor- und Nachteile vor.

Zunächst sollte sich der Gründer jedoch klar werden, was benötigt wird und wie er arbeitet. Ist eine ständige telefonische Erreichbarkeit für Kunden wichtig? Ist eine ruhige Atmosphäre wichtig, um konzentriert arbeiten zu können? Ist abzusehen, dass das Unternehmen in kurzer Zeit wachsen wird und weitere Mitarbeiter dazu kommen? Wird ein Ladengeschäft benötigt oder ein repräsentativer Raum, um Kunden zu empfangen?
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Praxistipp: Telefontermin Buchführung

Pia und Jan berichteten mir gestern, wie sie sich gegenseitig bei einer Aufgabe unterstützen, die vielen Existenzgründern schwerfällt: Buchführung.

„Wir telefonieren jeden Mittwoch von 8.45 Uhr bis 9.15 Uhr und sprechen gezielt nur über Buchführung, Bankangelegenheiten oder Büroorganisation.“

Zwei Aspekte gefallen mir dabei besonders. Das für viele unheimliche Thema Buchführung wird in kleine Etappen unterteilt und bleibt nicht bis zum letztmöglichen Zeitpunkt liegen. Zum Zweiten gibt das gemeinsame Arbeiten Sicherheit und macht Mut.

Pia und Jan bringen sich zunächst auf den neuesten Stand. Berichten, was gerade ansteht, was sie in der letzten Woche erledigt haben und beantworten sich gegenseitig Fragen oder geben Hilfestellungen. Es geht um Ablage von Belegen und Kontoauszügen oder die Erstellung der Umsatzsteuervoranmeldung. Aber auch um die Erstellung von Angeboten für potentielle Auftraggeber, sowie Rechnungen und Kostenerstattungen.

Zum Schluss sagt jede, welche Aufgaben sie bis zur nächsten Woche erledigen möchte. Beispielsweise den Termin mit dem Steuerberater vereinbaren, die Rechnungseingänge kontrollieren oder Belege sauber und chronologisch abheften. Diese kleinen Zielvereinbarungen bewirken einen minimalen positiven Druck, der zum Abarbeiten anspornt. Auch hier gilt: Wenn das große Ganze in kleine Schritte unterteilt wird, lässt sich der Überblick langfristig bewahren.

“Die Telefonate machen inzwischen richtig Spaß, zum einen weil wir viel lachen, aber auch, weil wir in den Themen weiterkommen“.

Das Geheimrezept der beiden: Sobald Missmut oder schlechte Stimmung aufkommt, werden  vergangene Erfolge hervorgeholt. Wenn es ganz schlimm wird, wird das Thema gezielt mit Humor angepackt.

“Beim Umsetzen hilft nur die Devise „Nicht denken! Machen!“ Und mit der aktuellen Lieblingsmusik kann es sofort losgehen.”