Atemlos

buchhandlungIch liebe Bücher. Gerade habe ich Romane und Geschichten entdeckt, die in Buchhandlungen spielen. Eines davon ist “Meine wundervolle Buchhandlung” von Petra Hartlieb.

Gekauft habe ich das Buch auch, weil es schön gemacht ist. Größe, Schrift, Umschlag. Ich hatte eine Geschichte erwartet, auch laut Klappentext, in der eine Buchhändlerin erzählt, warum Buchhandlungen im heutigen Internetbestellzeitalter immer noch sinnvoll sind.


Buchhandlungsgründerfibel
Bekommen habe ich etwas ganz anderes. Eine Buchhandlungsgründerfibel. Na ja, nicht ganz. Aber die wahre Geschichte, die Petra Hartlieb erzählt, ist ihre eigene. Sie hat in Wien eine Buchhandlung übernommen und berichtet, wie sie dazu gekommen ist, was sie erlebt hat in den ersten Jahren.

Das Buch hat knapp 200 Seiten. Ich hab es in zwei Leserunden durchgelesen. Weil es spannend war, weil es “schnell” geschrieben ist. Ich habe selten so atemlos einer Erzählung gefolgt. Ein Erlebnis, eine Aktion reite sich an die andere. Die fehlende Unterteilung der Episoden in Kapitel verstärkte diesen Effekt noch.

In den Episoden greift Petra Hartlieb diverse Aspekte im Leben einer Gründerin auf, die ich hier im Blog in den letzten zwei Jahren auch schon behandelt habe. Zum Beispiel die ungeplante, unvorstellbare Art und Weise, wie eine Gründerin zu ihrer Geschäftsidee kommt. Oder das Wachsen mit den Aufgaben.

Die Welt ist noch in Ordnung
Was mir persönlich sehr sehr nahe liegt, ist das Vertrauen der Gründerin in Mitmenschen. Gemeinsam mit ihrem Mann erlebt die Gründerin vielfältigste Unterstützung aus Ecken, aus denen sie es nie erwartet hatte.

Das meiste wird mit positiver Grundstimmung erzählt. Klar, viel Arbeit. Aber das eigene Geschäft ist die Lebenserfüllung zu dieser Zeit. Eines fällt aber etwas hintenrüber: Die Familie. Ein Sohn wächst in einer anderen Stadt auf, ohne die Eltern. Nicht, dass er schlecht geraten wäre, aber das hatte die Mutter sich sicherlich anders vorgestellt.
Ich habe dieses Buch gerne gelesen. Als ein Plädoyer für Bücher und Buchhandlungen natürlich. Aber eher noch als ein Plädoyer fürs Machen! Zögert nicht, Kinder! Bald ist Weihnachten. Was ist euer Wunschtraum?

Weitere Bücher über Buchläden
Christopher Morley – Das Haus der vergessenen Büchern
Katarina Bival – Ein Buchladen zum Verlieben

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